Tierarztpraxis Vettermann

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Wenn der tierische Begleiter in die Jahre kommt, muss es nicht unbedingt heißen, dass ein gesund­heit­liches Problem dem anderen folgt. Dennoch sollte der Tierhalter wachsam sein, sein Tier gut beobachten, da bei zahl­reichen Erkran­kungen eine Früh­erkennung Leid des Tieres und auch Kosten spart.

Tierarzt klärt schnell die Ursache

Ein Beispiel: Kot­absatz­störungen beim Rüden. Möglichst früh zum Tierarzt: Hier sollte der Tierhalter nicht abwarten, sondern die Ursache tierärztlich abklären. Möglich ist eine Ver­größe­rung der Prostata (Prostata­hyper­trophie). Möglich ist, dass das Gewebe zwischen Becken­knochen und End­darm schwach wird, schwindet und einreißt. Tierärzte sprechen von einer Perineal­hernie (Damm­bruch). Muskeln, die den Enddarm umgeben, reißen – es entsteht im Inneren eine Öffnung (Bruchpforte). Darmteile und auch oftmals die Harnblase können in diese Aus­buchtung vorfallen. Der Enddarm hat keinen Halt, der Kot­absatz wird enorm erschwert.

Bei Früherkennung kann relativ einfach geholfen werden

Bei einer Perineal­hernie ist die Früh­erken­nung enorm wichtig, da mit dem Fort­schreiten immer mehr Gewebe zerstört wird und innerlicher Schaden erfolgt, der immer schwieriger zu operieren ist. In den Anfängen kann der Tierarzt mit einem relativ einfachen chirur­gi­schen Eingriff helfen. Perineal­hernien-Opera­tionen sind im Früh­stadium am besten durch­zuführen. Meist wird der Patient auch kastriert, da ein hormo­neller Einfluss zur Entstehung einer Perineal­hernie vermutet wird. In jedem Fall muss eine chirur­gi­sche Korrektur erfolgen.

Unkastrierte Rüden öfter betroffen

Empfehlungen, Öle ins Futter zu mischen, helfen dem Hund nicht. Regel­mäßiger Check: Oftmals sind unkas­trierte Rüden betroffen. Durch einen Damm­bruch kann mit der Zeit die ent­stan­dene Aus­buchtung eine sichtbare, auffällige Größe erreichen, meist ist die Anal­öffnung schwer errötet. Soweit darf es nicht kommen – deshalb beob­achten Sie Ihr Tier ganz genau, ob es leichte Ver­ände­rungen beim Kot­abset­zen gibt und lassen Sie Ihren un­kastrier­ten Rüden am besten regelmäßig im Anal­bereich tier­ärztlich checken.
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