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Gebärmutter-Erkrankung: Unbemerkt entsteht ein Notfall

3. September 2026

Eine Gebärmutterentzündung ist ein tierärztlicher Notfall. Sie kann zu einer ernsthaften und lebensbedrohlichen Erkrankung werden.
Gebaermutter-Erkrankung bei Katzen

Eine Gebärmutterentzündung kann bei einer nicht kastrierten Katze zu einer ernsthaften und lebensbedrohlichen Erkrankung werden. Gefürchtet ist die sogenannte Pyometra. Dabei sammeln sich entzündliches, eitriges Sekret und Bakterien in der Gebärmutter. Die Erkrankung entsteht meist durch Hormoneinfluss und eine bakterielle Infektion.

Nach einer Rolligkeit verändert das Hormon Progesteron die Gebärmutterschleimhaut und schwächt die örtliche Abwehr. Dadurch können sich Bakterien leichter vermehren. Ist der Gebärmutterhals verschlossen, kann das entzündliche Sekret nicht abfließen. Die Beschwerden sind oft unspezifisch. Betroffene Katzen wirken matt, ziehen sich zurück und fressen schlechter oder gar nicht. Häufig trinken sie mehr. Auch Erbrechen, Fieber sowie ein schmerzhafter oder vergrößerter Bauch können auftreten. Bei einer offenen Pyometra kann oft eitriger oder blutig-eitriger Ausfluss sichtbar sein. Da Katzen sich häufig putzen, bleibt er manchmal unbemerkt. Bei einer geschlossenen Pyometra fehlt der Ausfluss.

Eine Gebärmutterentzündung ist ein tierärztlicher Notfall. Unbehandelt können Bakterien und ihre Giftstoffe den gesamten Körper belasten und eine schwere Blutvergiftung auslösen. Im schlimmsten Fall kann die geschädigte Gebärmutter reißen und entzündlicher Inhalt in die Bauchhöhle gelangen.

Zur Diagnose wird die Katze untersucht. Blutuntersuchungen geben Hinweise auf eine Entzündung. Besonders aussagekräftig ist der Ultraschall: Eine vergrößerte und mit Flüssigkeit gefüllte Gebärmutter lässt sich damit meist erkennen. In den meisten Fällen ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken die sicherste Behandlung. Ist die Katze geschwächt, wird sie vor der Narkose stabilisiert. Antibiotika können erforderlich sein. Eine medikamentöse Behandlung kommt nur in ausgewählten Fällen, etwa bei Zuchtkatzen, infrage und kann zu einem Rückfall führen.

Die sicherste Vorbeugung ist die Kastration. Sie verhindert hormonelle Zyklen. Bei einer unkastrierten Katze sollten daher Ausfluss, starke Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder deutlich vermehrtes Trinken unbedingt tierärztlich abgeklärt werden! © www.presse-punkt.de